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Mein Rotes Fest: Die Regeln für die Regel machen wir uns selbst!

Das Geschenkbuch für Mädchen zur ersten Blutung. Mit praktischen Anleitungen für Rote Feste


Erscheinungstermin: 01.11. 2022
Klappenbroschur; 1. Aufl.; ca. 250 Seiten mit farb. Abb.
Buch 9783938580790; € 29,00 (D)


Die junge Elli verbringt ihre Ferien bei ihren naturverbundenen Großeltern auf dem Land. Dort erlebt sie ihre erste Blutung, begleitet von vielen Fragen, Befürchtungen und irritierenden Stimmungsschwankungen. Aber Oma hat Antworten. Sie weiß um die außergewöhnliche Kraft des weiblichen Zyklus und deren praktische Anwendung im täglichen Leben. Und sie weiß, wie frau Vulvina-Kekse backt und Rote Feste feiert.

Ihre Botschaft: Mädchen, seid stolz auf eure Blutung und stolz darauf, eine Frau zu sein.

Zeremonien und Rituale, die Mädchen bei der ersten Regel in das Frausein begleiten, gab es seit jeher in vielen Kulturen. Inzwischen belegen zahlreiche Studien, dass Frauen weniger Beschwerden und einen freieren Umgang mit ihrem Körper haben, wenn sie ihre erste Blutung mit einem positiven Erlebnis verbinden.

   

. Sensibilisiert durch diese Erkenntnisse fragen Mütter und Pädagoginnen nach praktischen Konzepten und Gestaltungsrahmen. Anlass für Gabriele Pröll, Mitinitiatorin der seit 20 Jahren stattfindenden Menstruationszelte in Wien, zeitgemäße Initiationszeremonien zu gestalten, mit denen Mädchen ihre erste Blutung freudvoll und mit Lust erleben können. Menszelt

»Willst du eine sinnliche Frau werden?« Ich bin neugierig und sage natürlich einmal Ja. Die Frage erinnert mich ans Heiraten. »Willst du meine Frau werden?« frage ich Oma und sie lacht: »Ja, das hat auch was mit heiraten zu tun, du heiratest dich selbst und wirst auf deine Hochzeitsausstattung aufmerksam gemacht, auf deine Sinne. Das ist eine großartige Ausstattung, wenn du sie auch nützt. Eine sinnliche Frau achtet auf ihre Sinne und ihren Körper. Sinnliche Frauen sind nämlich wunderschön und begehrenswert. Sie mögen sich selbst und wirken dadurch auch auf andere anziehend. Dabei konzentrieren sie sich besonders auf ihren Schoßraum. Weil der Schoßraum das Fundament ihres Körperschlosses ist. Du weißt, wenn das Fundament stabil ist, ist das ganze Haus stabil. Wenn du Frauen öfter beobachtest, wirst du mit der Zeit merken, ob sie in ihrem Schoßraum zuhause sind und ihn bewohnen. Sie haben eine andere, eben eine sinnlichere Ausstrahlung als Frauen, die hauptsächlich ihren Kopf bewohnen. Das ist mir wichtig und deshalb werde ich dir jetzt von der Verbindung deiner Sinne mit deinem Unterleib erzählen.« Sehen: Das Dritte Auge »Sag mir fünf Dinge die du siehst«. »Ich sehe einen Tisch, eine Couch, Bücher, das Fenster und dich.« »Und jetzt schauen wir zum Körper, zu deinem Unterleib. Unsere weiblichen Organe sind im Vergleich zu den Männern im Inneren, wir können sie nicht sehen. Das, was sichtbar ist, ist die Vulva mit den äußeren und inneren Lippen, der Klitoris und den Öffnungen. Wir können die Vulvina-Öffnung, die zur Gebärmutter führt und die Harnröhren-Öffnung sehen. Es ist spannend, die Vulva mal genauer anzuschauen. Vielleicht hast du Lust, sie mal im Spiegel zu erkunden. Dazu legst du dich auf den Rücken, ziehst die Beine an und schaust dir mit einem kleinen Handspiegel alles in Ruhe an. Oder du hockst dich über einen Spiegel, der am Boden liegt. Oder du stellst dich verkehrt zu einem großen Wandspiegel, bückst dich und schaust durch deine Schenkel die Vulva an.« Ich höre zu und merke, dass ich ein bisschen verlegen werde, weil ich das schon heimlich gemacht habe. Ich sage aber nichts und lasse Oma weiter reden.

Dr. Gabriele Pröll ist Dipl.-Pädagogin mit langjähriger Erfahrung als Trainerin für Wirtschafts- und Sozialkompetenz. Seit 2002 ist sie als selbstständige Lebens- und zertifizierte Wildwuchsberaterin tätig und als Kräuterpädagogin und Moon-Mother unterwegs. reinlesen